Symbolbild
Rolex Air-King – die Uhr der Pioniere der LüfteRolex Datejust – der zeitlose Klassiker
Rolex Day-Date – die Uhr der Mächtigen
Rolex Daytona – die Legende unter den Chronographen
Rolex Explorer – die Uhr der Abenteurer
Rolex GMT-Master II – die Uhr der Weltreisenden
Rolex Milgauss – die Uhr der Wissenschaftler
Rolex Sea-Dweller – die Uhr der Tiefseetaucher
Rolex Submariner
Rolex Yacht-Master – die Uhr der Segler
Andere Hersteller
A. Lange & Söhne – deutsche Uhrmacherkunst auf höchstem Niveau
Audemars Piguet
Breguet – der Mann der die moderne Uhr erfand
Grand Seiko – Japans stille Antwort auf die Schweiz
IWC Schaffhausen – Ingenieurskunst am Rhein
Jaeger-LeCoultre – die Manufaktur der Manufakturen
Omega – Präzision die Geschichte schrieb
Patek Philippe
Vacheron Constantin – die älteste Uhrenmanufaktur der Welt
Rolex – die bekannteste Luxusuhr der Welt
Ein Name der alles sagt
Es gibt Marken die man erklären muss. Und es gibt Marken die jeder kennt. Rolex gehört zur zweiten Kategorie – und das weltweit, kulturübergreifend, generationenübergreifend. Wer noch nie eine Uhr gekauft hat kennt Rolex. Wer sich nicht für Uhren interessiert kennt Rolex. Das ist eine Markenbekanntheit die in der Luxusgüterbranche ihresgleichen sucht und die über Jahrzehnte systematisch aufgebaut wurde.
Aber Rolex ist mehr als ein bekannter Name. Hinter der Marke steckt eine Manufaktur die technische Innovation mit kompromissloser Qualitätskontrolle verbindet – und das seit über hundert Jahren. Wer verstehen will warum eine Rolex so viel kostet und warum Menschen jahrelang auf eine warten, muss die Geschichte und die Philosophie dieser Manufaktur kennen.
Die Geschichte – von London nach Genf
Rolex wurde 1905 von Hans Wilsdorf und seinem Schwager Alfred Davis in London gegründet – nicht in der Schweiz, wie viele annehmen. Wilsdorf war von Anfang an überzeugt dass die Armbanduhr die Taschenuhr verdrängen würde – eine Überzeugung die damals alles andere als selbstverständlich war. Armbanduhren galten als Damenschmuck, Herren trugen Taschenuhren.
Wilsdorf setzte gegen den Zeitgeist auf Präzision und Zuverlässigkeit für die Armbanduhr. 1910 erhielt eine Rolex als erste Armbanduhr der Welt das Schweizer Chronometerzertifikat – ein Beweis für die Ganggenauigkeit die damals für Armbanduhren als unerreichbar galt. 1919 zog das Unternehmen in die Schweiz, nach Genf – und ist dort bis heute geblieben.
Oyster und Perpetual – zwei Erfindungen die alles veränderten
Zwei technische Entwicklungen haben Rolex zu dem gemacht was es heute ist. Die erste ist das Oyster Gehäuse von 1926 – das erste wasserdichte und staubdichte Uhrengehäuse der Welt. Rolex bewies seine Zuverlässigkeit auf spektakuläre Weise indem die Schwimmerin Mercedes Gleitze 1927 den Ärmelkanal mit einer Rolex Oyster am Handgelenk durchquerte – die Uhr funktionierte danach einwandfrei. Das war Werbung die kein Budget kaufen kann.
Die zweite Entwicklung ist der Perpetual Rotor von 1931 – der erste selbstaufziehende Mechanismus der wirklich funktionierte. Eine halbkreisförmige Schwungmasse die sich durch die Bewegung des Trägers dreht und das Werk automatisch aufzieht. Dieses Prinzip ist bis heute der Standard für Automatikuhren weltweit – und Rolex hat es erfunden.
Die Modelle – Ikonen die jeder kennt
Rolex produziert eine überschaubare Anzahl von Modellen – und jedes davon ist eine Ikone in seinem Segment.
Die Submariner ist die Taucheruhr schlechthin. 1953 eingeführt, wasserdicht bis 300 Meter, mit drehbarer Lünette zur Tauchzeitenmessung. Sie war die erste Uhr die die Tiefe ernst nahm – und ist heute das meistgekaufte Luxusuhrenmodell der Welt. James Bond trug eine Submariner. Steve McQueen trug eine Submariner. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Die Daytona ist die Chronographen-Ikone. Benannt nach dem amerikanischen Rennkurs, entwickelt für Rennfahrer. In den 1980er Jahren war sie kaum gefragt – heute ist sie auf dem Sekundärmarkt eine der begehrtesten Uhren überhaupt. Besonders die frühen Modelle mit exotischen Zifferblättern – die sogenannten Paul Newman Dials – erzielen bei Auktionen sechsstellige Beträge.
Die GMT-Master wurde ursprünglich für Pan Am Piloten entwickelt – eine Uhr die gleichzeitig zwei Zeitzonen anzeigt. Die zweifarbige Lünette in Rot-Blau oder Schwarz-Rot ist eines der bekanntesten Designmerkmale der Uhrengeschichte. Die Datejust ist die klassischste Rolex – rund, elegant, mit Datumsanzeige und dem charakteristischen Cyclops-Vergrößerungsglas. Sie existiert seit 1945 und ist bis heute das meistproduzierte Modell der Marke.
Qualitätskontrolle – der unsichtbare Aufwand
Was viele nicht wissen: Rolex produziert nahezu alle Komponenten im eigenen Haus. Gehäuse, Armbänder, Werke, Zifferblätter – alles entsteht in den eigenen Fabriken in Genf und Biel. Das gibt der Manufaktur eine Kontrolle über die Qualität die kaum eine andere Marke in diesem Umfang hat.
Jedes Rolex Werk trägt das Chronometerzertifikat des COSC – das bedeutet eine Ganggenauigkeit von minus vier bis plus sechs Sekunden pro Tag unter Laborbedingungen. Rolex geht darüber hinaus und testet die fertigen Uhren nach eigenen Standards die strenger sind als das COSC Zertifikat. Das Superlative Chronometer Zertifikat das auf jeder modernen Rolex steht bedeutet eine Ganggenauigkeit von plus minus zwei Sekunden pro Tag.
Rolex und der Sekundärmarkt
Kein Thema rund um Rolex ist in den letzten Jahren so viel diskutiert worden wie der Sekundärmarkt. Bestimmte Modelle – vor allem die Submariner in Stahl, die Daytona in Stahl und die GMT-Master II – sind beim autorisierten Händler kaum zu bekommen. Wartelisten von mehreren Jahren sind keine Seltenheit. Wer nicht warten will kauft auf dem Sekundärmarkt – und zahlt dort oft deutlich mehr als den Listenpreis.
Diese Situation hat Rolex zu einem Investitionsobjekt gemacht das weit über die Uhrenszene hinaus Aufmerksamkeit erregt. Menschen kaufen Rolex Uhren nicht mehr nur zum Tragen sondern als Wertanlage – in der Erwartung dass der Preis weiter steigt. Ob diese Erwartung dauerhaft erfüllt wird ist ungewiss – der Markt hat zwischen 2020 und 2022 extreme Ausschläge nach oben erlebt und danach eine Korrektur durchgemacht. Langfristig gilt Rolex jedoch als eine der wertstabilsten Uhrenmarken der Welt.
Eine Stiftung die keine Aktionäre kennt
Ein wenig bekannter aber wichtiger Aspekt von Rolex ist die Eigentumsstruktur. Rolex gehört einer gemeinnützigen Stiftung – der Hans Wilsdorf Foundation. Es gibt keine Aktionäre die Quartalsergebnisse fordern, keine Konzernmutter die Entscheidungen diktiert. Das gibt Rolex eine unternehmerische Freiheit die börsennotierte Konkurrenten nicht haben – und erklärt warum die Marke so konsequent langfristig denkt.
Mehr als eine Uhr
Eine Rolex zu besitzen bedeutet heute mehr als eine gut gemachte Uhr am Handgelenk zu tragen. Es bedeutet Teil einer Geschichte zu sein die 1905 begann und die kein Ende in Sicht hat. Das rechtfertigt den Preis – oder zumindest erklärt es ihn.
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